Wir haben die schönsten Tassen im Schrank


Wir haben die schönsten Tassen im Schrank

Handgemachter Spezialitätenkaffee aus handgemachten Porzellantassen? Das gibt es nur bei District Five. Die Produktdesignerin Laura Pöhlmann hat für uns eine eigene Tassenkollektion entworfen. Wir durften bei der Herstellung zusehen

Natürlich muss die wichtigste Frage gleich vorneweg beantwortet werden: Warum heißt die Porzellanmanufaktur von Laura Pöhlmann „tausend320“? Diese Frage stellen wir der 28-jährigen Produktdesignerin bei unserem Besuch in ihrer kleinen Ingolstädter Werkstatt. „Das ist die Maximaltemperatur meines Keramikofens“, sagt Laura, die uns heute in die Geheimnisse der Porzellan-Herstellung einweiht. Sie hat für uns eine besondere Tassenkollektion gestaltet, die schon den Gästen in unserem „co:Lab“ serviert wird. Das schwarz-weiße Design ist auf unsere Marke abgestimmt und stößt bei vielen Kunden auf Interesse. Wir haben der Produktdesignerin, bei der jedes Produkt ein Unikat ist, bei der Herstellung über die Schulter geschaut.

Wie Pfannkuchenteig fließt die Porzellanmasse in die Gipsform.         Fotos: Thomas Balbierer

Bis zur glänzenden, weißen Porzellantasse ist es ein weiter Weg. Hättet ihr zum Beispiel gewusst, dass Porzellan eine flüssige Masse ist – ähnlich wie Pfannkuchenteig – und erst hart wird, wenn es getrocknet und später gebrannt wurde? Diese Porzellanmasse (in Fachsprache: Porzellanschlicker) gießt Laura behutsam in eine Gipsschale hinein, die als Form für den Tassenrohling dient. Diese Gipsform spielt eine ganz wichtige Rolle bei der Porzellan-Produktion, denn Laura kreiert ihre Designs selber. Um das Porzellan in die richtige Form zu bekommen, braucht sie die Gipsschale. Sie hat Formen, die einen Seestern ergeben (Eierbecher), einen Pinguin (Milchkännchen) oder ein Vögelchen (Salzstreuer). In die Tassenform gießt sie also das flüssige Porzellan für unsere „District Five“-Tassen hinein. Um die Masse gleichmäßig zu verteilen, befindet sich die Form auf einer Drehscheibe, die Laura einige Male anschubst.

Das flüssige Porzellan füllt Laura in die runde Gipsschale.

Die Ränder der Tasse beginnen nach wenigen Minuten zu trocknen und werden mit zunehmender Zeit immer dicker. Laura wartet die richtige Breite ab und gießt dann die restliche Porzellanmasse wieder aus der Form ab.

Übrig bleibt ein Gefäß, das bereits jetzt an eine Tasse erinnert. Wenn das Material trocken ist, entfernt die 28-Jährige die restlichen Überbleibsel mit einem Cutter. Jetzt kann sie die Porzellan-Tasse aus der Gipsform herauslösen. „Wir haben Porzellan gemacht“, sagt Laura und lächelt.

Im nächsten Schritt komme der Rohling in den Ofen, 18 Stunden bei bis zu 950 Grad. Danach verpasst Laura der Tasse eine individuelle Glasur. Im Fall von „District Five“ ein cooles schwarz-weißes Sprenkel-Design. Die Glasur verleiht der Oberfläche später den glänzenden Schein.

Das überflüssige Material kippt Laura wieder aus der Form.

Aber zuerst muss die Tasse noch einmal schwitzen: Also ab in den Ofen, bis zu 35 Stunden bei 1.300 Grad. Danach ist die Tasse fertig. Auf den Boden kommt noch der klassische Stempel, mit dem Porzellan-Hersteller ihre Produkte traditionell kennzeichnen.

Das Handwerk, das Laura in ihrer Werkstatt betreibt, ist heute sehr selten. Sie selber kennt im weiteren Umkreis keinen vergleichbaren Betrieb. Porzellanherstellung bestehe zu je einem Drittel aus dem Verständnis für das Material, handwerklicher Begabung und Kreativität, sagt Laura. Von der ersten Idee bis hin zum fertigen Produkt kommt bei „tausend320“ alles aus einer Hand.

Mit nassem Schwamm lassen sich die Ränder vor dem ersten Brand noch bearbeiten und abrunden.

Die studierte Produktdesignerin entwirft Skizzen auf Papier, digitalisiert sie, lässt 3D-Drucke anfertigen, baut alle Gipsformen selber (ihre aufwendigste Form besteht aus acht Teilen), mischt die Porzellanmixtur selber an, designt und brennt die Produkte selbst. „Jede einzelne Tasse nehme ich 200 Mal in die Hand, bevor sie zum Kunden kommt“, sagt Laura. Daneben kümmert sie sich auch um ihren Online-Shop und das Marketing. „tausend320“ ist ein Ein-Frau-Betrieb.

Leidenschaftliche Professionalität, die zu unserem Konzept passt

Mit dieser leidenschaftlichen Professionalität passen die Produkte der 28-Jährigen perfekt zu „District Five“. Die Tassen werden bei uns nicht nur serviert, sondern können im „co:Lab“ von Kunden auch gekauft werden. Fragt einfach an der Kasse nach.

Neben der Serie „Kyu“, aus der auch unsere Tassenkollektion stammt, hat Laura eine zweite, sehr hochwertige Serie entworfen. Darin findet man dekorative Designs für den Küchentisch, zum Beispiel das Pinguin-Milchkännchen, einen Vogel-Salzstreuer oder einen Seestern-Eierbecher.
Weitere Informationen findet ihr unter: http://tausend320.com.