Café-Pause: District Five zieht um


Café-Pause: District Five zieht um

Am 31. August schließt das Pop-up-Café in der Donaustraße 2. Am 14. Oktober eröffnet das neue Lokal mit mehr Fläche und exklusivem Brunch-Angebot auf der anderen Straßenseite in der ehemaligen Oberbank

Ursprünglich hätte dieser Text schon vor fünf Monaten erscheinen sollen: Das Café von „District Five“ in der Donaustraße 2 schließt am 31. August. Als Tobias Stehle und Michael Menrad das Lokal im vergangenen November eröffneten, gab es schon einen vorläufigen Schlusspunkt: den 31. März. Wie es aber gerade bei jungen Unternehmen so ist, lässt sich nicht alles planen: Das Haus, das eigentlich abgerissen werden soll, steht noch immer – die Kunden freut’s. Doch ab September ist das kleine Café Geschichte.

Café und Fotostudio im gleichen Haus

„District Five“ zieht um. Räumlich ist es ein kleiner Sprung: Das Café wechselt nur die Straßenseite. Gemeinsam mit dem Fotografen Patrick Amos bezieht „District Five“ die Räume der ehemaligen Oberbank-Filiale in der Donaustraße. Am 14. Oktober ist Eröffnung. Bis dahin muss viel passieren.

Vor einigen Tagen steht Tobi Stehle im ehemaligen Schalterraum der Bank. Die Schaufenster sind von innen bedeckt, gedämpftes Licht dringt in den großen Raum. Es riecht wie in einer Arzt-Praxis. Graue Schreibtische und Aktenschränke stehen noch herum – bald werden sie den Café-Tischen weichen. Wände werden eingerissen, auch die Decke bleibt nicht unangetastet. Es soll Platz geschaffen werden für eine maßgeschreinerte Kaffeebar und die neue Küche. Raum für neue Ideen.

Das Café vergrößert sich und bekommt ein neues Konzept

Mit dem Umzug beginnt für das junge Kaffee-Start-up eine neue Unternehmensphase. Es ist das erste permanente Lokal von „District Five“. Im Vergleich zum alten Café wird es größer, 150 Quadratmeter nimmt die Gastronomie später ein. Aber nicht nur von der Größe her unterscheidet sich das neue vom alten: Besonders ist das hochwertige Brunch-Angebot, täglich frisch zubereitet von einem jungen Küchenteam. Die Bäckerei Kuttenreich produziert eine neue Brotsorte exklusiv für „District Five“. „Wir machen das , was wir am besten können – also Kaffee – und wollen das mit den Fähigkeiten von anderen bereichern“, sagt Tobias Stehle über das neue Konzept. So konnte für die Küchenleitung eine junge, leidenschaftliche Köchin gewonnen werden. Nina Maier hat schon in der ZDF-Sendung „Küchenschlacht“ und bei Fernsehkoch Steffen Henssler den Kochlöffel geschwungen.

„So.Co“ – Social Collaboration als Motiv des neuen Ladens

Zusammenarbeit – das ist das Motiv, unter dem das neue Geschäft steht. Im hinteren Bereich des Hauses verwirklicht Patrick Amos seinen Traum vom eigenen Fotostudio. Die ehemaligen Büro- und Besprechungsräume der Bank, die nur durch Glaswände getrennt sind, eignen sich perfekt für ein Studio mit Büro. Im nächsten Jahr könnte sogar ein dritter Unternehmer in den leeren Raum zwischen Café und Fotostudio einziehen. „So.Co“ soll als gemeinsamer Name über dem Eingang stehen – Social Collaboration. Neben Café und Fotostudio sollen junge Ingolstädter Firmen die Chance bekommen, sich zu präsentieren. Die erste Kollaboration steht schon: Die Porzellanmanufaktur „tausend320“ hat Tassen im exklusiven „District Five“-Stil hergestellt und verkauft eigene Produkte im Café. „Wir wollen zeigen, was man schaffen kann, wenn man zusammenhält“, betont Tobi Stehle.

Es sind hohe Ansprüche, die die Jungunternehmer an sich und ihr Geschäft stellen. Ab 14. Oktober zeigt sich, ob das neue Konzept ähnlich gut ankommt wie das alte Café direkt gegenüber.

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