Papua-Neuguinea: Ein Espresso mit besonderer Geschichte


Papua-Neuguinea: Ein Espresso mit besonderer Geschichte

Unser neuer Kaffee stammt von der Pazifikinsel, die noch von Ureinwohnern besiedelt wird und wo Technologisierung sowie internationalen Handel eher skeptisch betrachtet werden

Papua-Neuguinea: 55 Telefone auf 100 Einwohner, gerade einmal jeder Zehnte hat Zugang zum Internet – in kaum einem anderen Land ist es schwieriger, mit den Kaffeeproduzenten zu kommunizieren. Dennoch unterhält unser Partner „Cafe Imports“ seit 2012 Handelsbeziehungen zu den kleinen Kaffeeplantagen, die in Papua-Neuguinea aufgrund ihrer geringen Fläche von einem bis zwei Hektar auch „garden“ genannt werden. Überhaupt werden auf der Insel nördlich von Australien nur drei Prozent der Fläche für kommerziellen Ackerbau genutzt. Ein Großteil des Landes ist von Wald bedeckt.

Neben der wenig ausgeprägten technologischen Infrastruktur erschweren auch kulturelle Unterschiede und Konflikte zwischen den einzelnen Stämmen die wirtschaftliche Zusammenarbeit. So braucht es viel Respekt und Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen der Ureinwohner, um überhaupt mit den Kaffeebauern ins Geschäft zu kommen. Es gibt annährend 840 Sprachen und Dialekte in dem Land mit knapp sieben Millionen Einwohnern. Laut „Cafe Imports“ arbeiten davon etwa 280.000 Menschen auf Kaffeeplantagen. Pro Jahr werden so rund 100.000 Säcke á 60 Kilogramm produziert.

Im „Waghi Valley“ in den Western Highlands – sehr zentral im Landesinneren – liegt die Kleinbauern-Kooperative Kunjin. Von dort beziehen wir unseren neuesten Espresso. Die Röstung aus Papua-Neuguinea zeichnet sich durch einen schokoladigen Geschmack aus, bei dem weniger die Fruchtsäuren im Vordergrund stehen als ein süßes Kakao-Aroma. Die Kaffeepflanzen wachsen auf einer Höhe von 1.400 bis 1.800 Metern.

Die Entwicklung der Kaffeefarmer auf der Pazifikinsel ist nicht ohne Risiko. Die Ureinwohner sehen den kommerziellen Anbau mit Skepsis, privates Eigentum sowie internationale Geschäfte sind den Stämmen oft fremd. Die Produzenten müssen viel Vertrauen bei den lokalen Einwohnern aufbauen, um auf ihren Flächen Kaffee anbauen, ernten und weiterverkaufen zu dürfen. Im Umgang mit den verschiedenen Kulturen ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, man will das Vertrauen der Urvölker nicht enttäuschen.

Zum ersten Mal haben wir also einen Kaffee aus diesem spannenden Land im Angebot. Wir rösten die Bohnen aus dem Waghi Valley als Espresso mit eigenem Röstprofil. Euch erwartet ein Espresso mit einzigartiger Geschichte und einem vollmundigen Geschmack.