Beim Kaffee macht Italien keine „bella figura“


Beim Kaffee macht Italien keine „bella figura“

Espresso, Cappuccino, Latte macchiato – die italienischen Kaffee-Kompositionen sind Musik in unseren Ohren. Ihre Namen klingen nach Genuss. In Wahrheit ist der Italo-Kaffee eine Täuschung. Warum?

Wie heißt die nördlichste Stadt Italiens? Genau: München! Wir Deutsche lieben die Stiefelrepublik so sehr, dass sie gefühlt schon Teil unseres Landes ist. Und es stimmt ja: Ein bisschen Italien steckt in jedem von uns. Die Liebe zum Genuss, die Leichtigkeit des Seins, eine kleine Prise „temperamenti“.

Weil uns zwei Wochen Italien-Urlaub im Sommer nicht genug sind, gibt es in jedem noch so kleinen deutschen Ort ein „Little Italy“ – Café, Pizzeria, Gelateria. Liebe Italiener, Ihr habt der Welt Pizza geschenkt, Spagetti und Ferrari. Euch verdanken wir fabelhaften Wein und schöne Frauen.

Mille grazie!

Und jetzt kommt das ABER: Eure Kaffee-Röstungen sind alles andere als „perfetto“! Anstatt die Bohnen schonend zu rösten, quält Ihr sie solange über dem Feuer, bis sie fast schwarz werden. Spezialitätenkaffee-Röster sind sich einig, dass die dunkle Röstung (dark roast) vor allem einem Zweck dient: Die schlechte Qualität der Rohbohne zu vertuschen. Denn die entstehenden Röstaromen übertönen mit ihrer Bitterkeit und Intensität den Eigengeschmack der Bohne komplett. Der Kaffee schmeckt also nicht mehr nach der herkömmlichen Frucht, sondern schlicht verbrannt.

Die Italiener stehen drauf – und haben ihren Kaffee mit Exportschlagern Pizza und Pasta gleich mit nach Deutschland geschmuggelt. Und wir haben es Jahrzehnte geschluckt. Nein, noch schlimmer: Wir haben uns in den italienischen Kaffee verliebt. Tatsächlich ist diese Liebe aber eine trügerische.

Wir zeigen den wahren Geschmack von Kaffee

Denn Kaffee ist nicht gleich Kaffee! Das ist, was die neue Röster-Generation und wir von „District Five coffee roasters“ zeigen wollen: Den wahren Geschmack der Bohne. Dazu braucht man zunächst einmal Rohstoffe in höchster Qualität. Diese wird bestimmt über nachhaltigen Anbau, sorgfältige Ernte und sauberen Transport. Bei billigem Kaffee werden die Bohnen oft beschädigt oder von Schimmel sowie anderen Schädlingen befallen. All das würde sich später im Geschmack niederschlagen, also übertünchen das viele Röster mit dark roast.

Spezialitätenkaffee-Röster dagegen setzen auf hochwertige Rohbohnen aus Anbaugebieten mit fairer Bezahlung und transparenter Herkunft. Wir wollen den wahren Geschmack der Kaffee-Frucht nicht verschleiern. Im Gegenteil! Das Eigenaroma der Bohne soll zur vollen Entfaltung kommen. Das schaffen wir mit einer schonenden Röstung, die zwischen 10 und 15 Minuten dauert. Diesen Röstprozess nennen wir „light roast“. Wir verfahren nach dem Motto: So viel rösten wie nötig, so wenig wie möglich.

Fruchtig, beerig, blumig, schokoladig

Und wie schmeckt er denn jetzt eigentlich, dieser ominöse Kaffee? Wie beim Wein hängt das vom Herkunftsgebiet und dem Anbau ab: Von fruchtig und beerig bis blumig oder schokoladig sind alle Kompositionen im Spektrum enthalten. Nur verbrannt, liebe Italiener, sollte der Kaffee nicht schmecken.

Probiert doch einfach mal eine unserer vielen Röstungen.

Noch ein kleiner Tipp aus der „District Five“-Rösterei: Kaffee-Geschmack kommt am besten durch von Hand aufgebrühten Filterkaffee zur Geltung.

Ciao!