#RightFilter


#RightFilter

Auf den Filter kommt es an: Habt ihr euch schonmal gefragt, warum es braune und weiße Papierfilter gibt? Wo sind die Unterschiede und welcher ist für Kaffeezubereitung besser geeignet? Wir geben Antworten

An dieser Stelle haben wir schon häufig beschrieben, was es alles zu beachten gilt, wenn man Kaffee auf Barista-Art zubereiten will: Auf die Röstung kommt es an, den Mahlgrad der Bohnen, die Wassertemperatur – und: den Kaffeefilter. Der am häufigsten verwendete Filter ist der Papierfilter, meist die braune Variante. Der klassische Melitta-Filter. Einigen Hobby-Baristas dürfte aber aufgefallen sein, dass es auch weiße Papierfilter gibt. Wo liegt der Unterschied?

Der braune Kaffeefilter besteht aus ungebleichten Cellulosefasern und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Melitta Bentz patentiert. Seitdem ist er die wohl bekannteste und am häufigsten verwendete Art der Kaffeezubereitung. Das Problem mit den braunen Papiertüten ist jedoch, dass das Papier einen starken Eigengeschmack besitzt und beim Kontakt mit heißem Wasser an den Kaffee abgibt. Vor allem bei Billigprodukten warnen Experten vor einer Geschmacksverfälschung. Melitta hat seit einiger Zeit nicht nur verschiedene Filtergrößen, sondern auch verschiedene Intensitäten (mild, classic, kräftig) im Sortiment. Was von dieser Variation zu halten ist, hat die Stiftung Warentest notiert. Die Bezeichnung „kräftig“ im Vergleich zum „classic“-Filter halten die Produkttester für übertrieben: „Das Aroma wird nicht deutlich voller oder stärker.“ (https://www.test.de/Filtertueten-mild-und-kraeftig-Mehr-mild-weniger-kraeftig-1145762-0/)

Mit Sauerstoff gebleicht

Profis setzen ohnehin auf die weißen Papierfilter. Sie sind mit Sauerstoff gebleicht, enthalten also keinerlei schädliche Stoffe. Auch die weißen Tüten sind nicht frei von Eigengeschmack, haben aber durch das Bleichen bereits einen Teil des Papiergeschmacks verloren. Sowieso gilt für jede Art von Papierfilter – ob braun oder weiß: Vor dem Kaffeebrühen durchspülen. Bevor das Kaffeepulver in die Tüte kommt, gießt man heißes Wasser auf das Papier. So entfernt man weitere Geschmacksstoffe aus dem Papier.

Nicht ganz unwichtig ist auch die Form der des Filters. Hat die Tüte in der Innenseite nach unten geschwungene Rillen, so begünstigt das eine gleichmäßige Extraktion des Kaffeepulvers durch das heiße Wasser, ähnlich wie beim v60-Handfilter aus Porzellan von Hario. Andere Papierfilter haben eine geschwungene Faltung (sogenannte Wave-Form) und sind damit hervorragend für eine gleichmäßige Kaffeezubereitung geeignet.