Das war Tag eins


Das war Tag eins

Überraschung! Das „District Five“-Café hat früher eröffnet als angekündigt. Warum es dazu kam und wie der Eröffnungstag ablief – ein Stimmungsbericht.

Das kam unerwartet. Noch vor wenigen Tagen hatten wir an selber Stelle berichtet, dass unser Pop-up-Café in der Donaustraße 2 am Sonntag eröffnet. Es kam anders. Denn die inoffizielle Eröffnung fand schon am heutigen Mittwoch statt.

Ein Schnellschuss? „District Five“-Röster Tobias Stehle sagt: „Die Entscheidung ist sehr spontan gefallen. Wir waren mit den Arbeiten am Laden schon früher fertig als geplant, also warum warten?“ Innerhalb eines Monats hat das Team des jungen Kaffee-Start-ups aus dem Leerstand in der Innenstadt ein gemütliches Café gezaubert, das durch seine lässige Inneinrichtung eine lockere Coolness ausstrahlt. Schon von außen ist das Lokal ein Hingucker: Die Fassade wurde grau gestrichen, das runde „District Five“-Logo wurde wie ein Stempel in weißer Farbe über den Eingang gemalt.

imag1999brb

Also Tag eins. Wie lief‘s? „Als ich heute Morgen aufgestanden bin, war ich komplett neben der Spur“, sagt Tobi Stehle, der am Eröffnungstag gemeinsam mit Maximilian Pauly hinter der Kaffeetheke steht. Doch das soll kein schlechtes Omen werden. Die Aufregung weicht schnell, denn für Nervosität hat der Barista in den folgenden Stunden schlicht keine Zeit. Zur Mittagszeit füllt sich das Café komplett, neben vielen Bekannten und Freunden der Betreiber schauen auch zahlreiche neue Gäste vorbei, um ihre Neugier zu stillen.

Die Mittagspause ist vorbei, das Café voll

Es ist kurz nach 14 Uhr. Die Mittagspause ist vorbei. Doch das Café in der Donaustraße ist voll. Das Lokal hat Platz für etwa 20 Gäste, beinahe alle Sitzgelegenheiten sind besetzt. An den Fensterplätzen, von denen man herrlich das Treiben in der Donaustraße verfolgen kann, während man an einem Kaffee nippt, haben es sich Studenten bequem gemacht. Bald sind so viele Gäste da, dass einige kurzerhand auf den Bodenstufen im Café Platz nehmen. An einem Tisch gegenüber der Theke sitzen Mutter und Tochter und probieren einen Spezialitätenkaffee. Stehle fragt die Mutter, wie ihr der Kaffee geschmeckt habe. Die Dame antwortet: „Sehr gut.“ Stehle hakt nach: „Außergewöhnlich gut?“

Im „District Five“-Café, das es übrigens nur bis 31. März 2017 gibt, wird Kaffee nicht nur zum Gespräch serviert, sondern wird selber zum Gesprächsthema. Es gibt Filterkaffee und Espresso in vielfältigsten Variationen. Von Cappuccino bis Cortado, von handaufgebrühtem Filterkaffee bis „batch brew“: Die Röstungen stammen allesamt aus der Ingolstäder Spezialitätenkaffee-Rösterei von „District Five“. Dazu gibt es Fruchtsäfte des Berliner Unternehmens „Ostmost“ und selbstgemachte Kuchen.

imag2000brb

Aus einem runden Designer-Lautsprecher tönt moderne Musik. Direkt daneben sitzen vier junge Menschen, die sich angeregt unterhalten und sich nicht von der etwas lauteren Musik stören lassen. In der Luft liegt der warme und süßliche Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee. Vor dem Café lehnen zwei junge Frauen mit Zigarette in der einen Hand und Kaffeetasse in der anderen Hand am Schaufenster-Sims.

Wer an diesem Eröffnungstag das Café besucht, könnte den Eindruck bekommen, dass es das Lokal schon immer oder zumindest lange Zeit gibt.


Das Café hat täglich von 7.30 bis 18 Uhr geöffnet