Dieser Kaffee könnte betrunken machen


Dieser Kaffee könnte betrunken machen

Coffee in Good Spirits: Wenn Alkohol auf Kaffee trifft, kommen die überraschendsten Getränke dabei heraus. Wir erklären den Trend und zeigen euch eines unserer Rezepte.

Klar passen Alkohol und Kaffee zusammen. Wenn ich am Freitagabend mal wieder ein bisschen zu euphorisch gefeiert (und getrunken) habe, ist ein starker Morgenkaffee am Samstag meine Erste Hilfe zur Katerprävention. Kaffee macht nicht nüchtern, das ist leider wissenschaftlich bewiesen. Aber ich rede es mir trotzdem ein, manchmal funktioniert es sogar – glaube ich zumindest.

„Irish Coffee“ ist das bekannteste Beispiel

Was auf jeden Fall funktioniert, ist eine feine Kombination aus Kaffee und Alkohol. Coffee in Good Spirits nennt sich dieser Trend, der immer populärer wird. „Kaffee und Alkohol harmonieren sehr gut“, sagt District-Five-Röster Tobias Stehle. Bei dem Mix von Spirituosen und Koffein geht es darum, den Eigengeschmack der Kaffeeröstung mit fruchtigen Alkoholika zu umrahmen. Berühmtestes Beispiel vom – ich nenne das jetzt mal „Alcoffee“ – ist der „Irish Coffee“, herkömmlich zubereitet aus gesüßtem Kaffee und irischem Whiskey mit einer Sahnehaube. Aber auch immer mehr einzigartige Cocktail-Kreationen sind zu beobachten.

Auch in unserer Region gibt es bereits Wettbewerbe

Ehrgeizige Baristas und Barkeeper treten sogar bei „Coffee in Good Spirits“-Meisterschaften gegeneinander an. Im Juni 2017 findet die „World Coffee in Good Spirits Championship“ in Budapest statt. District Five unterstützt einen befreundeten Barkeeper im November bei der Deutschen Meisterschaft in München. Unser Kollege Max Pauly (Foto) hat im August bei einem inoffiziellen Wettbewerb in Regensburg teilgenommen. Man sieht: der Trend ist längst auch in unserer Region angekommen.

Bei den Turnieren geht es nicht allein um den Geschmack der Alkohol-Kaffee-Kreation. Auch die Präsentation spielt eine große Rolle. Wer bei der Zubereitung des Drinks eine gute Figur macht, legt schon einmal den Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden. Deshalb treten auch viele Barkeeper bei den Wettbewerben an, die schon in Bars und Clubs an ihren Fertigkeiten geschliffen haben.

Rezept für unseren „Red Juicein“

Eine unserer Eigenschöpfungen heißt „Red Juicein“ und wird so gemacht: 220 ml Filterkaffee (Kenia) werden auf Eiswürfel gebrüht. Dazu kommen 70 g gestampfte Johannisbeeren, 20 ml Prosecco und 4 cl Lillet Crushed Ice. Der Drink ist eine fruchtige Überraschung, probiert es ruhig mal aus.

Aber Vorsicht! Nicht, dass ihr am nächsten einen Anti-Kater-Kaffee braucht. Ich hab nämlich gehört, dass der gar nichts hilft gegen Hangover.