Kaffee in neuer Dimension


Kaffee in neuer Dimension

Am Sonntag eröffnet in Ingolstadt das offizielle „District Five“-Café. Es unterscheidet sich von herkömmlichen Stadtcafés. Warum es das Lokal nur ein halbes Jahr geben wird, lest ihr in unserem neuen Blog-Eintrag.

Sie bleiben stehen, treten an eines der beiden Schaufenster heran und pressen ihr Gesicht an die Scheibe, um einen Blick ins Innere zu erhaschen. Immer häufiger bleiben jetzt Passanten vor dem leerstehenden Geschäft in der Donaustraße 2 stehen und fragen sich: Was passiert denn da? Die Neugier steigt. Noch ist der Eingang mit einem Gitter verriegelt, doch schon in wenigen Tagen wird die Türe kaum mehr stillstehen. Dann eröffnet, in unmittelbarer Lage zum Rathausplatz, das Pop-up-Café der „District Five Coffee Roasters“.

Los geht’s am 6. November

Die Eröffnung des Cafés läuft in zwei Phasen ab. Bereits am Sonntag, 6. November, startet „District Five“ den Kundenbetrieb mit einem sogenannten „soft opening“. Die offizielle Eröffnungsparty findet knapp eine Woche später am Samstag, 12. November, statt. Es gibt zahlreiche Aktionen rund um den Kaffee. Bis dahin sollen alle Abläufe reibungslos funktionieren.

Spezialitätenkaffee aus heimischer Röstung

Vor genau einem Jahr haben der Barista Tobias Stehle und der Unternehmer Michael Menrad „District Five“ gegründet. Die Rösterei bezieht ihre Kaffeebohnen von kleinen Farmen aus Teilen Südamerikas und Afrikas, die hochwertig und transparent anbauen und darüber hinaus ihre Kaffeebauern überdurchschnittlich gut bezahlen. Der Röstprozess ist das Herzstück der „District Five“-Philosophie. Anders als beim Industriekaffee werden die Spezialitätenkaffee-Bohnen so sorgfältig veredelt, dass der Kaffee am Ende seine Fruchtaromen behält.

Nachdem bereits zahlreiche Ingolstädter Gastronomen die Produkte von „District Five“ ins Sortiment aufgenommen haben, gehen die Geschäftsführer Menrad und Stehle jetzt den nächsten Schritt und eröffnen ihr eigenes Café – zunächst für ein halbes Jahr. Sie folgen damit dem Konzept eines Pop-up-Stores: Junge Unternehmen mieten sich in leerstehende Geschäfte ein und präsentieren dort ihre Produkte und Dienstleistungen, bis ein neuer Mieter gefunden ist. Oder, bis das Haus abgerissen wurde, so wie das im Fall des Innenstadt-Geschäfts in der Donaustraße passieren soll.

Es ist nicht das erste „Pop-up-Café“

Das Pop-up-Café ist für „District Five“ kein unbekanntes Experiment. Die Rösterei hat das Konzept schon einmal erprobt: Im April mietete sie sich schon einmal in einen Leerstand und organisierte dort Aktionen rund um das Thema Kaffee. Die Kampagne war ideal, um den Bekanntheitsgrad des jungen Start-ups zu steigern. Jetzt will das Team noch einen drauf legen, erklärt Michael Menrad: „Wir wollen die Messlatte für Kaffeequalität in Ingolstadt auf ein neues Level heben.“ Tobias Stehle sagt: „Wir zeigen den Leuten, was das Besondere am Kaffee ist.“

Herzstück ist das Set-up mit hochwertigsten Maschinen

Die Erwartungen der Unternehmer sind hoch, so auch die Ansprüche. Innerhalb eines Monats hat das Gespann mit Hilfe zahlreicher Bekannter ein Ladenkonzept aus dem Boden gestampft, das den Industrial Look mit moderner Einrichtung verbindet. Abgeschabte Wände treffen auf teure Designer-Stühle. Dazu kommt das Herzstück des Cafés: die Kaffeebar. Sie ist ausgestattet mit der neuesten Espressomaschine von „La Marzocco“ aus Florenz und hochwertigen Mühlen und Waagen. „Die Einrichtung soll aber nicht davon ablenken, was uns wirklich wichtig ist. Und das ist der Kaffee“, sagt Röster Tobias Stehle.

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Neue Espresso-Mischung und große Auswahl an Filterkaffees

Die Gäste erwartet eine hochwertige Auswahl an handgemachtem Spezialitätenkaffee. Das Espresso-Sortiment besteht aus einem (wöchentlich wechselnden) sortenreinen Espresso sowie der neuen „District Five“-Kreation aus El Morito und Brazil. Für Filterkaffee-Fans gibt es handaufgebrühten „pour over“ mit vier Sorten zur Wahl oder einen „batch brew“, maschinell aufgebrühten Filterkaffee. „Uns geht es darum, den Leuten eine Erfahrung zu schenken“, betonen die jungen Unternehmer. Deshalb steht nicht nur das Getränk Kaffee im Fokus, sondern auch zahlreiche Informationen rund um Herkunft, Verarbeitung und Zubereitung. „Kaffee ist nicht gleich Kaffee“, betont Tobias Stehle.

Jeden Sonntag öffentliche Cuppings

Im Rahmenprogramm gibt es im Pop-up-Store regelmäßig Aktionen anderer Ingolstädter Betriebe und Künstler. Rasuren für Männer, Lederarbeiten eines Sattlers oder Live-Musik mit DJ sind unter anderem geplant. Geöffnet hat das „District Five“-Café täglich von 7.30 bis 18 Uhr. Jeden Sonntag, 10 bis 11 Uhr, veranstaltet das Café öffentliche Cuppings (Kaffeeproben).

Die Location ist für das Duo ein Glücksfall. „Wir haben eher durch Zufall erfahren, dass der Laden leer steht. Der Vormieter war schon vor längerer Zeit ausgezogen“, so Michael Menrad. Und sein Kollege Tobias Stehle ergänzt: „Die Lage ist perfekt. Es geht in Ingolstadt fast nicht besser!“ Bis 31. März 2017 können Interessierte nun das Getränk Kaffee neu entdecken. Für die Zeit danach schmieden die Jungunternehmer schon neue Pläne…


ÖFFNUNGSZEITEN

Täglich von 7.30 bis 18 Uhr
(an Wochenenden: open end)

ADRESSE

Donaustraße 2
85049 Ingolstadt
info@district-five.de

Es gibt 4 Kommentare

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  1. 4
    Vanessa

    Ich bin schon seeeeeehr gespannt und freue mich über Euch zu berichten! Vielleicht zieht das ja den einen oder anderen Kaffeeliebhaber mal aus MUC zu uns hoch! Bin auch sehr gespannt auf Eure Workshops. LG

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